Donnerstag, 13. Juni 2013

Vegan Test #7

Ich war am anderen Ende der Stadt in einem riesen Supermarkt, um mich dort nach veganen Produktem umzukucken. In der Kühltheke neben dem "Gyros" wurde ich zu meiner Überraschung fündig: Frischkäse! Nebst zwei Sorten Mozzarella. 


Nicht gerade geschenkt, aber wurde mitgenommen. Und ich meine, was hat man schon für Erwartungen. Reis ist schließlich nicht Milch. 
Aber weit gefehlt, das Zeug ist unglaublich gut! Sowohl der Frischkäse, der fast wie the real thing schmeckt, als auch der Mozzarella. Ein bisschen zu weich, aber richtig gut, sogar als Brotbelag! Wilmersburger überzeugt mich nämlich leider gar nicht, schon gar nicht als Scheibe. Ich war in Deutschland nie ein großer Käseesser und verstand die Sache mit den großen Käseblöcken hier nicht, aber Hand aufs Herz: das Zeug schmeckt hier irrsinnig gut, viel besser als der vorgeschnittene gelbe Kram in Deutschland. Hier bin ich zum Käsebrotesser geworden. Naja, Risella werde ich mir nun wohl ab und an kaufen. Absolut empfehlenswert!

So gab es eben Käsebrot.


Abends versuchte ich mich mal wieder an Korma Chicken, diesmal vegan. Aber ich muss euch enttäuschen, DAS Rezept habe ich immernoch nicht gefunden, und das lag nicht daran, dass ich vegan gekocht habe. Aber ich übe weiter.

Kommentare:

  1. Mhmm! Der Mozarella sieht wirklich gut aus! :D

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  2. Wow, ich hab jetzt die ganze Woche nur mitgelesen, aber ich bin völlig baff. Viele der Sachen die du gekocht hast sehen so toll aus, generell sieht das Essen irgendwie vielseitiger aus, als das, was bei uns auf den Tisch kommt. Liegt vielleicht auch an der Experimentierphase, aber trotzdem.
    Vielen Dank für dein Experiment und dass du alles, Gutes, Schlechtes, Selbstgemachtes, Gekauftes miteingeschlossen hast. Zeigt mir auf jeden Fall, dass es nicht so schwer ist, wenn man es denn möchte.
    Dass du mit deinem Mann deswegen Streit hattest ist blöd, ich hoffe inzwischen ist es wieder besser. Es ist schade, wenn sowas auf einmal zwischen einem steht (meiner sagt oft, ich würde es übertreiben wenn ich mehr vegan kochen will, wenn ich die Plastiktüten in der Gemüseabteilung umgehen will, wenn ich die Joghurtdeckel in die Alusammlung gebe etc., ohne zu verstehen wie wichtig mir das ist).

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  3. Ich finde dein Vegan-Experiment auch total spannend! Ich würde sowas ja auch gerne mal machen, sehe aber noch nicht, wie ich meinen Eiweißbedarf decken könnte, ohne bergeweise Hülsenfrüchte und Nüsse zu verspeisen, was mir sehr einseitig vorkommt. Und Hülsenfrüchte vertrage ich auch nicht so gut. Was mich aber am allermeisten abschreckt, sind die ganzen Milchersatzgeschichten. Für mich als jemand, der gerne so naturbelassen wie möglich isst, sind diese stark verarbeiteten Nachbildungen aus dem Chemiebaukasten extrem suspekt. Ich hätte da nicht den Eindruck, etwas meiner Gesundheit Zuträgliches zu essen. Was bliebe dann noch übrig? Körner, Gemüse, Obst und Öl? Hm... Nimmst du eigentlich B12 während deines Experiments?

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  4. Nun ja. Nicht jede Gesellschaft hat so viel Fleisch zur Verfügung wie wir. Und auch wir hatten das vor 200 Jahren noch nicht. Die Menschen sind trotzdem nicht reihenweise verreckt. Dass eine Gesellschaft flächendeckend Fleisch essen kann, ist ein sehr junges Phänomen. Die ursprüngliche Ernährung bestand nicht aus Nudeln, Milch und Fleisch. Gerade diese Nahrungsmittel haben nichts Ursprünglichkeit zu tun. Und die Menschheit ist ja trotzdem bis hierher gekommen. Man muss Milch nicht ersetzen, wenn einen die Sojaprodukte abschrecken - es geht ja auch ohne. Milch ist kein Muss.
    Man muss B12 für diese 30 Tage nicht supplementieren, der Körper kann es jahrelang speichern. Da entsteht kein Mangel in dieser kurzen Zeit.

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  5. Fleisch ess ich ja gar nicht :D Milch an sich auch nicht, aber Käse. Irgendwie braucht man halt schon ein paar Proteine, das seh ich (für mich zumindest) in Verbindung mit der veganen Ernährung schon als schwierig an. Also einfach den Käse weglassen wär jetzt irgendwie keine Option. Zumindest für länger nicht. Bei vier Wochen ist es sicher nicht so wichtig, wie ausgewogen man sich ernährt. Ich verfolge in dem Sinn auch keine ursprüngliche Ernährung (die gibts ja in dem Sinne eh nicht), sondern eher eine wenig industriell verarbeitete.

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  6. Frau Fledermaus schrieb:

    Oh, die Käsealternativen sehen verlockend aus. Das was ich bisher hier so probiert habe war eher nicht so lecker. Allerdings habe ich auch schon gehört, dass in Schweden das Angebot viel besser sein soll. Ich muss dich dann doch mal besuchen :D

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  7. Das Zeug ist wirklich klasse! Hat sogar Männchen bestätigt. Die Käsesorten gibt es übrigens auch in veganen Webshops.

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  8. Ich muss mir wohl auch mal den Risella gönnen. Ich stand neulich schon davor....

    @ Ryanne: MMn wird das mit dem Protein überbewertet. Wir essen nicht täglich Tofu und Hülsenfrüchte, und wir fühlen uns super.
    Da gibt es im Buch "Peace Food" ein sehr interessantes Kapitel über Proteine (dass sie v.a. in den ersten 20 Jahren des Lebens notwendig sind, um den Körper aufzubauen; danach sind KH wichtiger).
    Außerdem sind ja nicht nur Hülsenfrüchte und Soja gute Proteinlieferanten, sondern auch Getreide (Haferflocken z.B.)und Nüsse. Die lassen sich ja ohne Probleme in den Alltag einbauen, ohne dass man gleich Verdauungsstörungen bekommt ^^

    Für Milch wäre ja Nussmilch eine super Alternative. Da ist ja nichts Bearbeitetes dran, sofern du sie selbst herstellst.

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