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Donnerstag, 9. Januar 2014

20 Vegan Burgers - #5 Pumpkin Pieces


 Wort des Tages

att olla

Anscheinend (und es entsetzt mich irgendwie)
kennen die Schweden ein Verb für "das Berühren von
Gegenständen mit dem Penis" - olla.   o.O
Und es gibt auch ein weibliches Pendant, welches
mich sogar noch mehr schockiert: snigla. (Snigel
heißt übrigens Schnecke...  >.< )

Heute machen wir einen kleinen Abstecher nach Asien. :) Die Kürbisbällchen duften nach Kokos, Zitronengras und Thai-Churry. Ich war noch nie ein großer Fan von Kürbis, aber das hier schmeckt einfach himmlisch!


600 g Butternut-Kürbis werden in schmale Schnitze geschnitten, auf ein Backblech gelegt und bei 175°C im Ofen gebacken, bis das Kürbisfleisch weich ist.


Währenddessen schneidet man 1 große Kartoffel in Würfel und kocht diese zusammen mit 4 Kaffir-Limettenblättern in Salzwasser weich. Kürbis, Kartoffeln, die Limettenblätter, 3 EL Wasser, 3 EL Kokosmilch und 1 TL rotes Thai-Curry (oder mehr, je nach Schärfetoleranz) werden zusammen im Mixer zu einer homogenen Masse zerkleinert und dann mit 0,5 dl Haferflocken gebunden. Gut machen sich in diesen Bällchen auch 1 TL Chia-Samen. Die Panade besteht diesmal aus Maismehl und grob gehackten Kürbiskernen.


Auch die Sauce ist keine Zauberei: Kokosmilch wird kurz mit etwas Limettensaft, einer Prise Zucker und etwas Salz aufgekocht

Donnerstag, 7. November 2013

What does the fox say?


Wort des Tages

tå / tår

Zehe und Träne. Hat mich am Montag dezent in den Wahnsinn
getrieben. Im Schwedischen wird das bestimmte Substantiv und
Plural dadurch gebildet, indem man unter Beachtung gewisser
Regeln hinten Endungen anhängt. Ist nicht weiter schwer, aber
 diese beiden Wörter haben bei mir einen ziemlichen Gehirnkrampf
ausgelöst.

Singular - best. Singular - Plural - best. Plural
vgl.
eine Zehe - die Zehe - Zehen - die Zehen

tå - tån - tår - tårna
vs.
tår - tåren - tårar - tårarna

*meep*  o.O

Dieses kleine Täschchen hab ich meiner Schwester zum Geburtstag geschenkt. Aus vielen verschiedenen, geliebten Stoffen, mit Futter, Schrägband, Paspeln. Und sie hat gleich die Schmuckstücke darin verstaut, die sie beim Burgtreffen gebastelt hat. :)

This is the little purse I made for my sister's birthday. Made from many different and beloved fabrics, including lining, bias band, piping. And she immediately filled it with all the jewellery she crafted at the Burgtreffen. :)



 

Und weil es einfach passt und so herrlich doof ist:



Ist das Phäomen 'Ylvis' auch schon in Deutschland angekommen?

Freitag, 20. September 2013

Ganz unwirklich


Wort des Tages/ word of the day

nattkvist

Bezeichnet den Anfang der Nacht. Die beste Zeit des Tages!
Wenn das Kind endlich im Bett ist... Für die Schweden ist es
leicht den Nachnamen zu ändern und ich liebäugel jetzt mit
"Nattkvist", immerhin der hintere Teil wäre derselbe. Nur meinen
Mann konnte ich bisher nicht überzeugen.

Marks the beginning of the night, the best time of the day, when
the child is finally in bed... For swedes it's pretty easy to get their
last name changed. Now I really fancy "Nattkvist", at least the 
last part of the name would be the same. But I couldn't convince
my husband so far. Too bad.


fühlt es sich an. Herr und Frau H. allein zu Haus, gleich auf dem Weg zum Bahnhof. Wie ging das noch mal, sich schick machen?? Aber dazu später mehr.

Really surreal it feels. Mr and Mrs H. alone at home, soon on their way to the station. Ehm... how was that again with getting dressed nicely?? But I will write more about that later.

Ich komm mit dem Bloggen einfach nicht hinterher, dabei gibt es genug zu erzählen. Für das liebe Goldkind und ihr nächstes Patchworkprojekt habe ich aus meinem beängstigenden Fundus ein Carepaket gepackt, voll mit herbstlichen Stöffchen. Ich hoffe sehr es ist was Brauchbares für dich dabei! :)

I don't manage to blogg about all the things I want to tell you about, though there is so much going on. For the lovely Goldkind I scraped together some fabrics for her next patchwork project. It's filled with lovely fall fabrics and colors. I really hope you find something useable in it! :)


Dafür bekam ich im Gegenzug vor ein paar Tagen ein Paket aus den USA. 

In return I got a package from the US a few days ago.


Goldkind war so lieb mir etwas schicken zu lassen, mit dem ich schon seit Jahren liebäugel: Zauberstempel. Ich wüsste nicht wo man die hier herbekommt, im Laden hab ich das noch nie gesehen. Aber nun bin ich stolze Besitzerin eines Großpacks. Wenn man die Stempel erhitzt, kann man sie in jede erdenkliche Oberfläche drücken und die bildet sich dann auf dem Stempel ab (hier z.B. die Küchenreibe), innehalb von wenigen Sekunden. Damit kann man dann drucken. Und sobald man die Oberfläche wieder erhitzt, zieht sie sich glatt und man kann sich das nächste Muster suchen. Das ist einfach zu cool.

Danke nochmal dafür! :*

Goldkind let me send something I want to have for years now: magic stamps. I don't have the slightest idea where to get them there, never saw that in any store. But now I proudly own the big pack. When you heat those stamps you can press them into any structured surface and the stamp reproduces it (e.g. the kitchen rasp), within just a few seconds. Then you can print with it. Und as soon as you heat it again it becomes plain and you can search for the next pattern. It's simply too amazing.

Thanks again for this! :*
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Donnerstag, 30. Mai 2013

Myskväll

(Ein sehr schwedisches Wort. Bezeichnet einen gemütlichen Abend, auf welche Art und Weise auch immer. Hemmakväll läuft in die gleiche Richtung, bezeichnet einen gemütlichen Abend zu Hause. Wird oft für Freitag oder Samstag Abend benutzt, wenn man, statt auszugehen, zu Hause bleibt und z.B. sich mit Freunden zum Essen trifft oder nen Film kuckt. Deswegen gibt es hier auch eine Videothekenkette mit ebendiesem Namen, die neben Filmen auch Knabberkram und diverse Kioskartikel anbietet.)

Ehemännchen ist seit Dienstag wieder auf Arbeit, ich mache mir einen ruhigen schönen Abend auf dem Balkon. Nicht ruhig, denn wir haben ja die Disco-Nachbarn. Da ist von 10 bis 10 stimmungsvolle Beschallung angesagt. Immerhin international. Ob schwedischer Schlager oder Elvis, unsere Nachbarn haben da keine Vorurteile.


Egal, denn ich fühle mich sehr wohl in meiner kuschligen Kuschelecke. Aber wir müssen noch mehr Sitzmöbel basteln und Bezüge nähen.

Hier werde ich mich jetzt meiner Lektüre widmen. Ich war ja letzte Woche aus bekannten Gründen nicht beim Praktikum, aber die beiden Damen haben fleißig Bücher und Zeitschriften für mich gesammelt. Man kann niemals zu viele Bücher haben. :)


Das zuoberst liegende Buch ist Pflichtlektüre, gewissermaßen. Ich hatte einige Vorbereitungsstunden für meinen weiterführenden Schwedischkurs (JA, ich bin fertig mit SFI! Ab August gehts weiter mit SAS1 (Svenska som andraspråk - Schwedisch als Zweitsprache).) und dort gehts dann volle Kanone ab mit Literaturlisten und Reden halten und all diesem fancy shit. Hoffentlich ein etwas anderes Tempo als bisher. Jedenfalls haben sich die Reihen stark gelichtet.
Naja, wir haben eine Liste mit Büchern bekommen, von denen wir eins bis August lesen sollen, inklusive Notizen etc. Ich hab mir drei rausgepickt, die halbwegs interessant klangen und bin gestern gleich los in den nächsten Second Hand. Das einzige Buch von den dreien, das ich fand, war eben dieses hier. 
Was mich ja schon wieder nervt: "Wir Einwanderer." Es gibt um Weltliteratur, Geschichten aus anderen Kulturen, Politisches. Alle Bücher auf dieser Liste kamen aus Ländern wie Syrien, Afghanistan oder Korea. Wir Einwanderer... Man meinte heute zu mir Leute aus Deutschland oder Frankreich etc. werden nicht als 'Einwanderer' in dem Sinne betrachtet sondern als 'nästan svensk', beinahe schwedisch. Unsere Kultur unterscheidet sich nicht maßgeblich von der hiesigen, jedenfalls nicht genug um Aufmerksamkeit zu bekommen. Nicht die Somalier oder Iraker müssen sich in diesen Kursen als Außenseiter fühlen, es sich eher die Briten, Deutschen, Franzosen oder Spanier. Wir sitzen ein bisschen da wie bestellt und nicht abgeholt.

Übrigens hatte ich noch einen guten Anlass mal wieder meine Großeltern anzurufen: eine erste Erdbeerblüte. Grund genug für ein bisschen Gärtner-Talk.


edit: Und natürlich hab ich auch Gesellschaft hier draußen. :)


Samstag, 23. März 2013

Rainbow Pride! Streichelmonat!


Wort des Tages:

smekmånad

Flitterwochen. Wörtlich: Streichelmonat!

Nachdem der erste Versuch in Sachen Rainbow Cake kläglich gescheitert ist, musste ich das Projekt jetzt doch wieder in Angriff nehmen. Die Versuche gestern Abend waren auch nicht besser, aber nun - 30 Eier später - ist es vollbracht! Die Buttercreme ist noch nicht ganz gleichmäßig, aber alles andere ist toll! Und schmeckt! WOHOOO!


Freitag, 15. März 2013

Garfields Lebensweisheiten

Wort des Tages:

små-

Die Schweden sind so niedlich! ^^ Es gibt einige Wörter, Verben
und Substantive, vor die man nur ein små- hängen muss, um
dem Wort eine etwas andere Bedeutung zu geben.

småprat - (wörtlich: kleines Gerede) Smalltalk
småputtra - leise brodeln
småregna - leise regnen, nieseln
småsjunga - leise vor sich hinsingen
småskratta - leise (in sich hinein) lachen
småspringa - halb gehen, halb laufen
småsvära - leise (vor sich hin-) fluchen

Ich fahre ab jetzt immer mit dem Rad zur Schule. Irgendwie muss ich ja zu meiner Hochzeitskleidfigur kommen. Das ist nicht eben ein Pappenstiel. Gestern hab ich die Strecke zum ersten Mal in Angriff genommen, immerhin 10 km. Und Göteborg ist alles andere als eben. 40 Minuten hab ich gebraucht, aber es ging erstaunlich gut. Abgeholt wurde ich nachmittags von meinem Lieblingsschweden, der mich zu einem Quickie (-Shoppingtrip) im Second Hand-Laden verführte. Da sag ich doch nicht nein. Auch nicht zu Garfield. Ich liebe Garfield. Und ich hasse schrumpelige Finger nach dem Baden.


Des Weiteren: Neuigkeiten von der Front.
Mein neuer Schwedischkurs. Die Lehrer sind nicht der Horror, aber langweilig. Staubtrockenes Auf-dem-Arbeitsblatt-Arbeiten. Bah. Kein interaktives, umfassendes Kommunizieren-und-zum-Reden-zwingen. Meine Fortschritte werden sich in Grenzen halten. Eigentlich hatte ich aber angestrebt diesen ganzen Mist mit der Abschlussprüfung im Mai hinter mich zu bringen. Denn sonst kommen Sommerferien und all dieser Kram und der nächste Termin währe dann vermutlich im September, und so lange wollte ich das eigentlich nicht mehr mit mir herumschleppen. Wenn ich Claes auf dem Gang treffe, kann ich ihn gar nicht ansehen, geschweige denn mit ihm quatschen, es schmerzt einfach zu sehr. *sigh* 

Aber eine andere Perspektive hat sich aufgetan. Eventuell. Durch einige Zufälle sprach ich mit der Praktikumszuständigen der Schule und durch einige andere Zufälle hat sich vielleicht ein Praktikum für mich ergeben, das ich eigentlich gar nicht wollte. Die Schwedischschüler werden gerne an Kindergärten, Supermärkte etc. vermittelt für unbezahlte Sprachpraktika, ein- oder zweimal pro Woche. Keine schlechte Sache, denn so lernt man gleich im richtigen Leben sprechen und erwirbt sich, wenn man Glück hat, zusätzlich noch Qualifikationen fürs spätere Arbeitsleben. Ich war nicht ganz so scharf auf ein Praktikum, aber da es hier alle so interessant finden, dass ich gelernte Handbuchbinderin bin, hat Lena ein bisschen rumtelefoniert und kam am Ende in der Unibibliothek raus, die eine eigene Binderei zum Instandsetzen kaputter Bücher hat. Die suchen niemanden und bieten eigentlich auch keine Sprachpraktika an, aber anscheinend klang "Handwerksbuchbinderin aus Deutschland" so interessant, dass sie mich am Montag kennenlernen wollen. o.O 
Das wär ja mein absoluter Traumjob. Ich hab mich damals in 2 Unibibliotheken um die Ausbildungsstelle beworben, wurde aber leider nicht genommen. Diese Binderei hier dürfte so ziemlich meine einzige Chance sein in meinem eigentlichen Beruf zu arbeiten, da diese Profession hier so gut wie unbekannt ist, noch schlimmer als in Deutschland. Und da geht es wohl nicht nur um ein Sprachpraktikum, sondern sie sagten am Telefon auch etwas von wegen "für die Zukunft". Die drei Buchbinder, die dort arbeiten, dürften ziemliche Fossilien sein und Buchbindernachwuchs ist rar (in ganz Schweden gibt es anscheinend nur einen Ausbildungsbetrieb!). Also vielleicht bin ich auf dem Weg zu einem Job!
Weder meine Ausbildung noch die Firma, in der ich danach gearbeitet habe, waren der Traum. Aber all diese Menschen haben es trotzdem nicht geschafft mir meine Liebe zu Büchern kaputt zu machen. Gestern nahm ich mein altes Lehrbuch zur Hand und merkte, wie sehr ich diesen Beruf, der damals eigentlich nur als Notlösung gedacht war, doch liebe. Ich könnte mir tatsächlich vorstellen den Rest meines Lebens mit Büchern zu arbeiten.
Ich mache mir ein bisschen Sorgen, dass ich nicht genug weiß (wie gesagt, meine Ausbildung war ein Witz, weil mein Chef nur billige Arbeiter brauchte und die Ausbildung auf der Strecke blieb). Und die Sprachbarriere macht es nicht eben leichter. Aber wenn daraus was werden sollte ... Drückt mir die Daumen! Jetzt muss ich nur noch mein Abschlusszeugnis finden. :/

Sonntag, 3. März 2013

Dinge, die die Welt nicht braucht

Wort des Tages:

att snubbla
                                                                  
 stolpern 

Ein entspanntes, sonniges Wochenende liegt hinter uns. Gestern sind wir zu IKEA gefahren. Nicht, weil wir etwas Bestimmtes brauchten, sondern nur, um den Lütten mal gefahrenlos von der Leine zu lassen. Schränke öffnen, auf Betten rumhopsen, mit Türen knallen und das alles ohne unsere Sachen kaputt zu machen.

Nur weil man nichts Bestimmtes kaufen will, heißt nicht, dass man das Möbelhaus am Ende auch verlässt, ohne seinen Geldbeutel zu öffnen. Ich erstand neben einem herzigen Nachtlicht, um das ich schon seit Monaten sabbernd herumschleiche, in der Fundgrube einen Deckenbezug Brunkrissla in rot. Die einzelnen Farbquadrate schienen mir perfekt um beim Patchworken in einer bestimmten Farbfamilie zu bleiben. 



Die Farben 3 bis 5 sind sehr ähnlich, aber nicht gleich (erkennt man vielleicht auf dem Foto noch schlechter als in natura), was einen beim Sortieren bei Kunstlicht dezent zur Verzweiflung treibt.
Ich kann mir sehr gut vorstellen daraus - gepaart mit weiß - etwas für unseren Sommerbalkon zu nähen.

Apropos Sommer. Heut war ein wundervoll sonniger Tag und wir sind gleich mal los ans Meer, auch weil ich ein paar Zweige Waldgeißblatt schneiden wollte (zum Vermehren für den Balkon). War schön mal wieder dorthin zu spazieren. Ich mag diese Plätzchen einfach.




Freitag, 1. März 2013

Hej ho, Syfestivalen!

Wort des Tages:

ett cyclopöga

 Taucherbrille! Im Ernst! (O-Ton Herr H.: "Ja sicher. Wie heißt das
denn bei euch??" *wunder*)

Vor zwei Wochen waren wir ja bei meinen Schwiegereltern, weil meine Schwiemu und mein Mann beschlossen haben, ich müsse unbedingt mit ihr nach Stockholm zur Handarbeitsmesse "Syfestivalen" fahren. Meine Meinung war nicht gefragt, alles wurde mal eben diskutiert, als ich auf dem Klo war. Hm. Mit meinem Schwedisch fühle ich mich nicht eben verhandlungs- oder schwiegermuttersicher. Aber es half nichts. Freitag Nachmittag saßen wir im Zug. 


Und während in Göteborg eher eisige Kälte herrschte, wurde es zunehmend verschneiter, je weiter wir nach Norden kamen.


Samstag früh um 8 ging der Bus nach Stockholm. Alles war bezahlt und organisiert. Und es kam noch eine Freundin mit. Zwei Schwedinnen, die ich unterhalten sollte. Im Endeffekt haben wir es so gemacht, dass ich versucht habe ihr Schwedisch zu verstehen und ich im Gegenzug Englisch sprechen durfte, das sie versucht haben zu verstehen. Fairer Deal. Beide fanden es übrigens sehr lustig mich abzufüllen (69 SEK für ein Glas Wein! *röchel* ), was meinen lingualen Fähigkeiten nicht eben zugute kam.

Der Tag an sich war ganz lustig, auch wenn für meine zu Hause gebliebenen Männer der Plan nicht ganz aufging, weil sich die Motte nach 5 Minuten im Auto auf dem Weg zum Wochenendhaus explosionsartig übergab und sie dann wieder zurückfuhren, um Kind, Klamotten und Auto zu waschen. Wir jedenfalls stöberten an unzähligen Verkaufsständen nach Bastelmaterial und Stoffen, auch wenn die Masse an Menschen (vornehmlich Tanten in ihren besten Jahren mit ihren gelangweilten Ehemännern) ein bisschen nervig war. Ich hab versucht nicht unsere ganzen Ersparnisse auszugeben. 

Am Ende landeten zwei Kinderstoffe im Körbchen.


Und ich habe mich großzügig mit Schmuckbastelkram eingedeckt.



Ganz trendy sind im Moment anscheinend solche Perlen, die über und über mit Strass bestückt sind. Ich mochte das weder als Ohrring noch anderweitig, aber als Ring konnte ich es mir gut vorstellen. Also haben wir zwei Ohrstecker gekauft und Ringrohlinge und raus kam das:


Ein zweiter für meine Schwiegermutter ist auch schon fertig. :)
Aus zwei Strassschädelchen hab ich auch schon Ohrringe fabriziert.


Diesen Einkauf und einen 15%-Gutschein von Sayila hab ich außerdem zum Anlass genommen mal wieder ne Ladung Schmuckkram zu bestellen. Ich hab also einige Stücke in Arbeit, dazu später mehr. 
Heute ist übrigens mein letzter Tag mit Claes. Endlich hab ich ne guten Lehrer, mit Konzept und umfassenden Tafelbildern, der mich zum Reden zwingt, da sagt man mir, dass ich nun zu gut für den Kurs bin und wechseln muss. Keine Diskussion. Es regt mich auf... Das wird dann meine vierte Klasse sein. Den kompletten Dienstag verbringen wir mit Amir, und nein, das ist mal wieder kein Schwede. Ich hab es so satt. Ich liebe Claes. Ich möchte ihn heiraten. o.O

Donnerstag, 28. Februar 2013

Geist ist geil!


Wort des Tages:

att tacka nej

(Was für eine elegante Phrase! Wir würden sagen "dankend 
verneinen", die Schweden sagen "nein danken". So schön. :)

Ich war schon lang nicht mehr im Second Hand, da hat es mir letzte Woche so in den Fingern gejuckt... Da ich ja jeden Tag Schule habe, bin ich extra früh aufgebrochen zu einem kleinen Thrifting-Quickie, ne Stunde stöbern vorm Schulbeginn. Nach 45 Minuten Fahrt quer durch die Stadt stellte ich dann aber fest, dass meine Kreditkarte zu Hause lag. Argh. Also bin ich Samstag noch mal los, unidealerweise mit dem kleinen Mann, zu einem Laden, der nur 6 Stunden pro Woche geöffnet ist und in dem sich die Leute dann regelrecht tottreten.
Ich hab ein paar schicke Küchensachen gefunden; Silkonbackformen, ne neue Auflaufform, nachdem unsere alte zerbrochen war, ne Grillpfanne... Nichts besonders Spannendes. Aber das hier war großartig: zwei zwar schon etwas eingedellte Hutschachteln, die ich aber aufgrund des Geisterdrucks mitnehmen musste. Jetzt steht die eine neben meinem Bett und beherbergt die Stricksachen für meine aktuellen Im-Bett-Strickprojekte. (Wir haben im Moment fast jegliche abendliche Aktivität ins Schlafzimmer verlagert, weil es doch jetzt da drin so schön ist. ;)


Uuund es gab schöne, grüne Sachen. Passend zu der Glasschüssel nun eine längliche Porzellanschale. Die Farbe ist großartig!


Genauso wie von diesem hübschen, kleinen Glas, das super zu der Flasche passt, die wir von meiner Schwiemu bekommen haben. Jetzt stehen sie zusammen im Badezimmerschrank und machen mich glücklich. :)

Ein kariertes Kleid für den Sommer gabs auch noch. Ein bisschen zu groß, aber dank der integrierten Schleife einfach auf Figur zu bringen.




Für 30 SEK gabs eine Sammelbox zum Thema "Garten und Pflanzen", inklusive "Was man auf dem Balkon anbauen kann" und ähnliche Schmankerl. Alles schön kategorisiert, mit vielen Infos zu den einzelnen Gewächsen und anscheinend auch komplett.




Und natürlich wieder Bücher. Der obere Stapel ist für mich bzw. den kleinen Mann (inklusive einem Buch übers Pupsen und einem über die unterschiedlichsten Tiergeburten), der untere sind gesammelte Kinderbuchklassiker für Porcelain Sky, wenn sie den haben möchte. :)



Und weil mein Mann mich vorher noch zu Rusta schleifen musste, obwohl ich eigentlich gar nicht wollte, musste er dann auch damit leben, dass Klein-Greta, völlig dem Kindchenschema zum Opfer gefallen, eine ganze Sammlung My littlest Pet Shop "Spaß auf dem Land" ("Schatz! *quietsch* Da ist eine Ziege dabei - die wackelt mit dem  Kopf! Und oh oh - das Pony! Das hat ein glitzerndes .. eh .. Pony!!!" o.O ) und Mumin-Pflaster kaufen musste. Selbst schuld, da hab ich gar kein Mitleid.


Zum Schluss noch ein Blick auf meine Erdbeeren. Nach den beiden Keimblättern zeigt sich hier das erste winzige Erdbeerblatt! ^^

Freitag, 15. Februar 2013

A garden is a planned space

Wort des Tages:

att mosa
 
(o wird als u ausgesprochen. Mos bedeutet tatsächlich Mus
und was das Verb mosa heißt, kann man sich ja dann
vorstellen. Ich finds zum Quietschen. ^^ )


Ein erster Blick auf meine Tomaten!


Und die kleinen Biester wachsen so unglaublich schnell! Alle 12 Samen sind aufgegangen. Das obere Bild hab ich vor 4 Tagen aufgenommen, so sehen sie heute aus:


Und auch die ersten Erdbeeren zeigen sich. 11 von 30 Samen sind bis jetzt aufgegangen. Sie sind sooo winzig. ^^


Heut Nacht hat sich leider eine gefräßige Katze über meine Chilisprosse hergemacht. Das Saatgut war alt, von den 18 Samen sind 9 aufgegangen, jetzt sind noch 5 übrig. Und man sieht, dass Paprikapflanzen viel langsamer wachsen als die Tomaten. Die Chilis hab ich Neujahr ausgesät.


Ich hab eine recht teure Paprikasorte gekauft, die speziell für den Balkon geeignet ist. Alle Samen sind aufgegangen und die Pflänzchen sehen gut aus. 


Die andere, normale Sorte ist aber mitleiderregend. 8 Samen, 3 sind aufgegangen, aber eine Pflanze geht grad wieder ein.


Vielleicht sollte ich die restlichen Samen der Kübelsorte auch noch aussähen.

Donnerstag, 14. Februar 2013

The Great Wall

Mal wieder ein Wohnungspost! Allzuviel passiert ja hier nicht.

Wir sind ein Stück weiter gekommen im Schlafzimmer. Letztens haben wir auf dem Flohmarkt drei schicke Wandlampen gefunden, zwei exakt gleiche und eine ähnliche. Die dritte hängt schon im Wohnzimmer in der Leseecke, die anderen beiden sollten ihren Platz im Schlafzimmer finden. Eigentlich hatten wir ja etwas Anderes geplant, aber nachdem ich das hier gesehen hatte, haben wir diesen Plan aufgegeben. Da hätte man wieder Holz kaufen und transportieren müssen, dann streichen und äääh. Eigentlich hatten wir auch superteure, goldene Wandfarbe gekauft, mit der wir die hintere Wand bearbeiten wollte. Hatten wir beim Streichen aber vergessen und jetzt hatten wir beide wirkliche absolut keine Lust mehr die Malerrollen rauszuholen. Die Streichunlust sitzt noch tief. Gegen dieses orientalische Muster hatte Herr H. nichts und es passt ja auch so gut zur Lampe.



Decken- und Wandlampe haben nicht die exakt gleiche Metallfarbe, aber das stört nicht weiter.


Die goldene Acrylfarbe, die ich jetzt benutzt habe, stammt aus meinem Archiv und ist vielleicht ein bisschen zu gelbstichig, aber man kann nicht alles haben. Uns beiden gefällt das Ergebnis jedenfalls total und gestern sind wir schon um 9 ins Bett gekrochen und haben unser neues, schickes Schlafzimmer im warmen Lichtschein genossen.



Ich hab die Wasserwaage nicht gefunden und so war es recht schwierig das Muster gleichmäßig an die Wand zu bringen. Es ist nicht perfekt, das fällt beim Endergebnis aber überhaupt nicht auf. 

Ich bin im Schwedischkurs nun auch in die neue Gruppe gewechselt und hab da ein viel besseres Gefühl bei. Inger und Claes wirken kompetent und sind ziemlich streng, das könnte was werden. Mir wird nicht viel Mitleid zuteil, da ja angeblich mein Deutschsein einen großen Bonus bietet. Anscheinend ist es für Deutsche ein lächerlich einfaches Unterfangen Schwedisch zu lernen. Ich verstehe zwar wie das gemeint ist, aber mitunter bringen meine Deutschkenntnisse auch nur zusätzliche Verwirrung: es gibt False Friends in Hülle und Fülle, viel mehr als zwischen Deutsch und Englisch. Ich schreibe erst seit zwei Schulstunden mit, aber meine Liste umfasst schon eine ganze Seite.

Motvillig bedeutet nicht etwa mutwillig, sondern widerwillig. Öde bedeutet zwar öde, wird aber auch als Substantiv genutzt und meint dann Schicksal. Ansikt hat nichts mit Ansicht zu tun, vielmehr mit Angesicht oder Gesicht. Ansicht heißt Åsikt. Mönster meint nicht etwa Monster, sondern Muster. Obwohl man frisk gern mit frisch übersetzen möchte, bedeutet es gesund; frisch heißt färsk. Und rar hat nichts mit selten zu tun, sondern bedeutet nett. Wer bei sticka an sticken denkt, liegt falsch. Es bedeutet u.a. stricken und sticken heißt brodera. Gift bedeutet zwar auch Gift, ist aber ebenso ein Adjektiv: verheiratet. Däck bedeutet nicht Decke sondern Reifen. Und deppig hat nichts mit dumm zu tun, sondern bedeutet deprimiert. Ein kostym meint nicht das Kostüm (auf schwedisch dräckt), sondern den Anzug. Anledning ist keine Anleitung (schw. instruktion), sondern bedeutet Grund. Förstöra bedeutet zerstören und nicht verstören (schw. förvirra), wie man meinen könnte. Während Sprache språk heißt, ist Ansprache nicht etwa anspråk, was Anspruch bedeutet. Bero (o wird als u gesprochen) bedeutet nicht beruhen sondern abhängen, beruhen wird mit basera übersetzt. Ganz abenteurlich wird es bei röst: das bedeutet Stimme. Das Verb rösta hat aber weder mit Stimme noch rösten zu tun, sondern bedeutet wählen. Rösten und rosten dagegen werden mit demselben Verb übersetzt: rosta. Diese Schweden machen mich wahnsinnig.

Am Ende bleibt von meinem "Deutsch-Bonus" nur viel Verwirrung übrig.