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Donnerstag, 21. März 2013

Tutorial: Hydrangea

Für meine Hochzeitstischdeko werde ich Papierblumen machen. Ich habe keine große Lust Unmengen für Schnittblumen auszugeben und am Tag darauf schmeiß ich die armen Dinger dann weg. Klar ist aber natürlich auch, dass ich mir keine billigen Plastikblumen besorgen werde. Es soll stilvoll sein. Ich hab ein paar Bücher gewälzt und ein bisschen im Netz recherchiert und jetzt gehe ich das Sorte für Sorte durch. Und ich dachte ihr hättet vielleicht gern ein kleines Tutorial dazu. :)

Ich fange an mit der Hortensie, die ich letzten Monat schon mal erwähnt hatte. 

Wir brauchen:


  • Papier. Egal ob einfaches Druckerpapier, farbiges Kopierpapier, dünner Tonkarton, alte Printerzeugnisse oder ausrangiertes Geschenkpapier. Einen tollen Effekt macht auch Transparentpapier.
  • Blumenstanzer in mindestens 2 verschiedenen Größen. Die Blütenblätter sollten groß genug sein, damit man sie schön dreidimensional hochbiegen kann. Die kleine Blüte sollte in der Blütenmitte der großen Blüte Platz haben. Auch unterschiedliche Formen können interessant aussehen.
  • Stecknadeln. Mit oder ohne Rundkopf. Und zwar eine Menge davon. Im Euro-Laden gibts sie günstiger als im Kurzwarenladen.
  • Styroporbälle. Ich habe hier welche mit 7 und 10 cm Durchmesser verwendet.
  • Schere
  • ein kleiner Untersetzer oder ein Stück Moosgummi machen Sinn.
  • eventuell Perlen oder Pailetten als Akzente.

Die Sache an sich ist denkbar einfach.
 

Zuerst werden Blüten aus dem gewünschten Papier ausgestanzt. Ich möchte eine rein weiße Tischdeko, aber es gibt ja verschiedene Arten von Weiß. Das normale Druckerpapier enthält blaue Farbpigmente, es ist strahlend kalt-weiß. Recyceltes Papier weist einen wärmeren Farbton auf. Man kann die Blüten aber natürlich auch aus buntem Papier ausstanzen. Reines Weiß und Stecknadeln mit farbigen Köpfen können auch toll aussehen.


Mit einer Stecknadel sticht man zunächst durch die Mitte der kleinsten Blüte. Hier kommt der Untersetzer zum Einsatz. Meine kleinste Blüte ist etwa 1 cm groß und da ohne Hilfmittel eine Nadel durchzubohren, tut mit der Zeit den Fingern weh. Dann zwei größere Blüten aufnehmen. Die obere der beiden wird mit den Fingern leicht hochgebogen. So zurechtdrehen, dass die Blüten versetzt übereinander liegen und dann auf den Styroporball pinnen.


Es geht meines Erachtens schneller immer ein paar Blüten auf einmal vorzubereiten und dann auf einmal aufzustecken. Auch da leistet der Untersetzer gute Dienste. Blüten dicht an dicht setzen, das Styropor sollte man möglichst nicht durchsehen. Manchmal hat man nicht genug Platz für eine doppelte Blüte. Dann einfach nur den oberen Teil mit den gebogenen Blütenblättern nehmen und zwischen die Blüten einpassen. Und das wars auch schon! Je nachdem wie groß die Blüten im Verhältnis zur Styroporkugel stehen, ist das entweder Nervenarbeit oder ein schnelles Dekovergnügen.


Ich sagte ja schon, dass Transparentpapier tolle Effekte schafft. Ist die obere der beiden großen Blüten aus Transparentpapier, gibt das meiner Meinung nach dem Ganzen eine gewisse Leichtigkeit und Zartheit (Butterbrotpapier geht z.B. auch, ist nur etwas zickig in meinen Stanzern - einfach zusammen mit einem Blatt normalem Kopierpapier stanzen). Die ganze Kugel mit vielen, winzigen Blüten zu bedecken, macht einen ganz anderen Eindruck als große, runde Blüten. Sterne aus Silberpapier oder farbige/ irisierende Pailetten und Perlen in der Blütenmitte können auch schön aussehen.

Am Ende kann man eine Schleife befestigen und das Ganze aufhängen, man kann es auch einfach nur ein einer Schale arrangieren. Oder man besorgt sich draußen Zweige und dünne Äste und steckt die Styroporbälle einfach drauf. Ich hab ewig überlegt, was ich am besten als Stengel benutze und das ist wirklich die einfachste und billigste Lösung, und sie sieht auch noch toll aus!

Donnerstag, 3. Januar 2013

Tutorial: Lip balm

Heute was ganz Schnelles.

Herr H. hat einen unglaublichen Verbrauch an Lipgloss. Er ist ein regelrechter Vaselinejunkie. Lippenpflegeprodukte (und so ziemlich alles andere auch *augenroll*) kosten hier einiges mehr als in Deutschland. Letztens bin ich im Netz über ein tolles Rezept für Lipgloss gestolpert und da ich alle Zutaten da hatte, hab ich meinem Mann seine große Vaselinedose heute mal aufgefüllt. :)


Ich habe das Rezept allerdings etwas abgewandelt, weil das Ganze ziemlich fest war.

Meine Zusammensetzung:

10g Kokosfett (das ganz normale aus der Margarineecke)
15g Olivenöl (gern Bio-Qualität)
20g Bienenwachs (kann man, wenn man es nirgends anders bekommt, auch von einer Bienenwachskerze abkratzen)

Ansonsten habe ich mich an Kristens Anleitung gehalten: alles im Wasserbad erhitzen, in Döschen gießen und evtl. für Kosmetik zugelassene Duftöle hinzufügen. Ich habe 5 Tropfen Limettenöl und 2 Tropfen Eukalyptusöl verwendet, fruchtig und frisch! Der Lipgloss riecht aber auch ohne Zusätze fantastisch.

Ich habs nicht durchgerechnet, aber damit dürfte man um einiges billiger kommen als mit Kaufprodukten. Und es riecht immer genauso wie mans gerne hätte. :)

Mittwoch, 26. Dezember 2012

Tutorial: Kerzenrecycling

Werft ja nicht all die kleinen Reste Kerzenwachs weg, die jetzt in der Weihnachtszeit, im Winter und natürlich auch im ganzen Rest des Jahres anfallen! Mein Mann belächelt mich immer ein bisschen, wenn ich die 2 Gramm Restwachs aus den Teelichtern kratze, aber ich mag Verschwendung nicht. Ja, nennt mich ostdeutsche Kriegsgeneration, aber das sind Rohstoffe, die man wirklich nicht wegschmeißen sollte.


Irgendwann hat man dann ein ansehnliches Glas Wachsreste gesammelt. Und daraus lassen sich ganz simpel neue Kerzen gießen. Alles, was man dazu braucht, sind 

hitzebeständige Gießformen (Joghurtbecher, Margarinedosen, Safttüten, Backförmchen, Gläser, Papprollen, tönerne Blumentöpfe und und und; oder auch spezielle Kerzengießformen aus dem Bastelladen, aber wozu unnötig Geld ausgeben),
Schaschlikspieße und 
passenden Kerzendocht. Den gibt es im Bastelladen; es gibt verschiedene Stärken für unterschiedliche Kerzendurchmesser. Wenn der Docht zu dünn ist, brennt die Kerze nur schwach und verlöscht bald, ist er zu dick, qualmt die Kerze. 
Optional und wenn man mehr Geld in die Sache stecken will, gibt es Kerzenfarben (Recyclingkerzen werden sonst immer eher grau aussehen), Wachsplättchen zum Verzieren, spezielle Kerzenduftöle und Farbstifte und sicher noch ne ganze Menge mehr. Google weiß Bescheid.

Zuerst wird das Wachs bei mittlerer Hitze eingeschmolzen. Nicht zu heiß machen, sonst fängt das Wachs eventuell Feuer.


Es ist völlig okay Dochtreste und diese kleinen Aluplättchen, die den Docht in Teelichtern unten beschweren, mit in den Topf zu werfen, das sammelt sich alles am Topfboden


und bleibt beim Ausgießen zurück.


Jetzt bereitet man die Formen vor. Es war ja auch mein erster Versuch und sicher hab ich noch nicht die perfekte Methode gefunden. Nach einigen Fehlversuchen erwies es sich als das Beste den Docht auf etwas mehr als die passende Länge zu schneiden, in das Wachs zu tauchen und hart werden zu lassen. Danach kann man den Docht gerade biegen und so mit einem Holzspießchen durchbohren und mittig über den Rand der Form hängen, dass das Ende gerade den Boden berührt. Falls man unten offene Formen hat, packt man das Ganze mit einer Lage Backpapier versehen auf eine hitzebständige Unterlage. Die Papprollen habe ich vorsichtshalber mit etwas Öl bestrichen. Silikonspray geht auch.



Professionelle Kerzengießformen haben aber z.B. einen abnehmbaren Boden mit Loch, da geht das Docht befestigen viel einfacher.

Nun habe ich nun eine erste, dünne Schicht Wachs gegossen und dabei darauf geachtet, dass der Docht mittig bleibt. Die Schicht lässt man fest werden, dann wird das restliche Wachs eingegossen.



Das wars eigentlich auch schon! 
Nach dem Festwerden kann die Kerzen evtl. aus den Formen gelöst werden und ist sofort einsatzbereit. Man sollte seiner Ungeduld auf keinen Fall nachgeben und die Kerzen in den Kühlschrank packen. Das hab ich gemacht, dadurch sind die Kerzen vermutlich zu schnell abgekühlt und haben jetzt so unschöne Löcher nah dem Docht. Dafür saßen sie schön locker in den Formen und ließen sich einfach lösen.


Hach, und was man da alles variieren kann!

Unterschiedliche Kerzenfarben z.B. Man muss ja nicht die Reste von roten, blauen und gelben Kerzen zusammenwerfen, außer man steht auf den graubraunen Recycling-Look. Die Reste von stark farbigen Kerzen können getrennt gesammelt und dann jeweils einzeln mit weißen Resten zusammen eingeschmolzen werden. Aber Gerry hat das schon gemacht und ich find den Look eigentlich doch ganz schön. Sie hat auch keinen Docht gekauft, sondern eine Stabkerze in die Mitte der Gießform gestellt.

Schichtkerzen gießen mit unterschiedlichen Farben, mit waagerechten oder schrägen Schichten. Dabei müssen die einzelnen Schichten immer erst fest werden.



Richtig hübsch find ich auch die Sandkerzenidee

Man kann die Kerzen auch tauchen. Das erfordert etwas mehr Geduld, weil die einzelnen Schichten immer erst aushärten müssen. Guter Link dazu: *klick* Und weil die dort Bienenwachs verwenden, sag ich es gleich mal dazu: ich bin mir nicht sicher, ob man Stearin-, Paraffin- und Bienenwachskerzen problemlos untereinander mischen kann. Die haben alle einen unterschiedlichen Schmelz- und Siedepunkt und auch auf der Dochtverpackung werden unterschiedliche Arten von Dochten für die verschiedenen Wachssorten empfohlen. Da kann ich euch leider nicht weiterhelfen. Ich bin hier nur die Recyclingtante. ^^

Und auch die oben schon erwähnten Verzierungsmöglichkeiten bieten eine breite Palette an Variationen.

Seiten, die ich in dem Zusammenhang inspirativ finde:

Eichelkäppchenkerzen so süß! ^^

Viel Spaß beim Recyceln!

Samstag, 22. September 2012

Tutorial: Teebox


Ich möchte heute eine meiner liebsten Anleitungen mit euch teilen: genähte Schachteln. Die Idee dazu stammt aus einer Handarbeitszeitung von 1998.


Damals hab ich mit meiner Mutter einige Schachteln genäht, seitdem aber nichts mehr dergleichen gemacht. Mir ist nie wieder eine ähnliche Anleitung in die Hände gekommen, aber sie ist so toll, dass ich sie euch jetzt so vorstellen möchte.

Man braucht:
  • 2 Sorten Pappe/ Karton, eins etwas dicker, eins dünner. Die Stärke ist sehr abhängig davon wie groß die Schachtel werden soll. Da muss man experimentieren. Ich arbeite gern mit 2 mm dicker Pappe. In Ermangelung dessen und weil es nur so eine kleine Kiste ist, benutze ich hier dünne, aber stabile Wellpappe und dicken Fotokarton.
  • Schere, Cuttermesser, guter Leim, Lineal, Winkeldreieck, Stift
  • feine Nadel und Rundnadel
  • Stoffreste
  • farblich passendes Garn

1. Vorarbeiten

Als erstes macht ihr eine Skizze mit den Maßen, die die Schachtel haben soll. Ich habe mich an der Größe der Teebeutelchen orientiert, die ich hier zu Hause habe. Meine Schachtel wird 14 x 7,5 x 7 cm groß.

2. Zuschnitt

Für eine einfache Schachtel mit Klappdeckel brauchen wir 12 Teile: Deckel und Boden, Seitenteile sowie Rück- und Vorderteil, jeweils sowohl aus Pappe und Karton zugeschnitten. Solltet ihr euch für eine andere Form oder Deckelvariante entscheiden, verändert sich hier die Anzahl der Teile natürlich. Auch die Teeschachtel weist hier eine Besonderheit auf, darauf gehe ich aber später ein.


Schneidet die Teile aus dem dicken Karton so aus, wie eure Skizze das von den Maßen her vorschreibt. Auf rechte Winkel achten! Die Teile aus Karton, die später das Innenleben darstellen werden, müssen etwas kleiner sein. An jeder Kante sind das etwa 1,5 bis 2 mm weniger. Das ist alles sehr abhängig von der Art des Stoffes und der Dicke der Pappe, da muss man ausprobieren. Ich beschrifte meine Pappen immer mit den Maßen, damit man später genau weiß was wohin gehört.


Dann wird der Stoff zugeschnitten. Ich habe mich hier für einen Baumwollstoff (Futterstoff der Grinsekatzentasche) und einen Rest rote Dupionseide (von der Koitasche für meine Schwester) entschieden. Der Teetassenstoff ist ein Alltime-Favorit und passt herrlich zum Projekt, die Seide passt gut zum Außenstoff und rot Gefüttertes sieht immer so edel aus, finde ich.

Man schneidet für jedes einzelne Pappteil den Stoff mit etwa 15 bis 20 mm Nahtzugabe zu. Eventuelle Lauf- und Musterrichtung des Stoffes beachten!


3. Pappen beziehen

Jetzt nehmen wir uns den Pappen-Stoff-Stapel Teil für Teil vor.
Die Kanten der dickeren Pappen werden etwa mit einem Scherengriff flachgedrückt. Das sieht nachher schicker aus beim Zusammensetzen.


Die Pappe wird auf das zugehörige Stoffteil aufgelegt. Betupft die Ecken mit etwas Leim und legt den Stoff um die Ecke, erst zwei gegenüberliegende Seiten, dann die anderen beiden. Antrocknen lassen. 


Dann werden die Seiten mit Leim bestrichen, der Stoff umgelegt und festgedrückt. Auch hier wieder erst zwei gegenüberliegende Seiten kleben, dann die anderen beiden. Bei der jeweils zweiten Seite den Stoff vorsichtig straff ziehen, ohne dass sich der Karton biegt.


Nun habt ihr eine bezogene Pappe!


Wiederholt das mit allen Teilen. Jetzt habt ihr einen hübschen Stapel bezogener Pappen.


Achtet darauf, dass kein Leim auf die Vorderseite gerät! Heißkleber ist meiner Meinung nach hier nicht empfehlenswert, da er aufträgt. Vor allem bei den Außenteilen sollte der Leim mit einigem Abstand zur Kante aufgetragen werden, sonst gibt es nachher Probleme beim Zusammennähen.

Die Teeschachtel weist hier eine Besonderheit auf: Die Innenteile für Vorder- und Rückseite sind nicht durchgängig sondern bestehen aus jeweils 2 Teilen, weil ich eine Trennwand dazwischen schieben möchte. Die Größe der Außenpappe ist 14 x 7,5 cm, der Karton ist an jeder Kante 1,5 mm kleiner, also 13,7 x 7,2 cm. Dann ziehe ich von der Breite nochmal 3 mm ab (der Spalt für die Trennwand soll 3 mm breit sein) und teile den Karton dann in zwei gleich große Hälften: 6,7 x 7,2 cm. Wenn man aber eine ganz einfache Schachtel macht, kann man das hier überspringen.

Nun gehts ans Nähen.


Nehmt eine feine Nadel und wählt zum Stoff passendes Garn. Stecht von innen durch den Stoff in Richtung Ecke, damit man den Knoten nicht sieht. 


Dann wird die Ecke von der Spitze her mit kleinen Überwendlich- oder Matratzenstichen geschlossen. Der Matratzenstich ist sicherlich eleganter und weniger sichtbar, allerdings finde ich ihn hier nicht notwendig, denn wenn die Größe des Innenkartons richtig gewählt ist, verschwinden die meisten dieser Nähte nach dem Zusammennähen der Schachtel sowieso in den Ecken. Und wenn die Stiche klein sind und die Garnfarbe mit dem Stoff harmoniert, wird das auch so nicht weiter auffallen.


Zieht den Faden schön stramm.



Wiederholt das mit allen anderen Teilen.

4. Außen- und Innenteile zusammensetzen


Nehmt nun jeweils ein zusammengehörendes Paar aus Außenpappe und Innenkarton. Platziert den Innenkarton genau in der Mitte der Pappe. Die Kanten müssen alle gleich groß sein. Jetzt wird der Innenkarton mit kleinen Stichen festgenäht. Eine Rundnadel macht hier alles viel einfacher!


Auch hier die Fäden wieder vorsichtig straff ziehen, dann verschwindet er so gut wie vollständig!


Solltet ihr einen bestimmten Verschluss für die Schatel wollen, wie z.B. ein Satinband o.ä. könnt ihr das bei diesem Arbeitsschritt elegant zwischen den beiden Lagen befestigen. Ich habs leider vergessen und am Ende bekommt man das nicht mehr so schön sauber hin.

Für die Teebox müssen wir noch einen kleinen Zwischenschritt einlegen: der Spalt muss verkleidet werden.


Dafür ein kleines Restück Außenstoff in der Mitte der Pappe mit wenigen Stichen befestigen.


Dann beide Innenteile wie gewohnt annähen. Dabei auf einen gleichmäßigen Spalt achten!
Nun habt ihr alle Teile zusammen. 


5. Schachtel zusammennähen

Nehmt hier nun auf alle Fälle eine Rundnadel und doppelten Faden, das Ganze muss stabil werden.
Nehmt zwei Teile, haltet sie im rechten Winkel aneinander und näht sie mit kleinen Matratzenstichen zusammen. Faden straff ziehen! Stecht jeweils an der Außenkante des Kartons in den Stoff ein, damit sich die Teile schön zusammenziehen und sich kein Spalt bildet.



Beginnt am besten mit dem Boden und näht der Reihe nach alle Seitenteile daran fest, anschließend verbindet ihr dann die Seitenteile miteinander. 


Aber im Grunde ist die Reihenfolge egal. Am Ende jeder Naht den Faden gut sichern!
Zum Schluss wird der Deckel angenäht. Diesmal wird idealerweise vom Deckel der Stoff an der unteren Kante aufgefasst, damit sich der Deckel gut schließen lässt.


Für die Teeschachtel bleibt nun noch ein Schritt: die Trennwand.
Messt den Abstand zwischen beiden Seiten genau aus, hier kommt es auf den Millimeter an. Sie darf nicht zu schmal sein, sonst rutscht sie nachher aus dem Spalt, aber auch nicht zu breit, dann drückt es die Wände der Schachtel hässlich auseinander.


Schneidet das Teil aus der dickeren Pappe zu, probiert den Sitz und korrigiert eventuell die Größe. 


Achtet auch darauf, ob sich der Deckel gut schließen lässt!

Dann muss das Teil bezogen werden. Diesmal muss der Bezugsstoff doppelt so groß sein wie die Pappe. 2 Ecken und 3 Kanten werden in der bekannten Art und Weise geklebt. 


Die andere Seite des Stoffes wird umgeklappt, die Kanten eingeschlagen und mit kleinen Stichen befestigt.


Die Trennwand nun einschieben und FERTIG! :) Man könnte sie natürlich auch annähen, das erschien mir aber irgendwie komplizierter.





Und die Anleitung ist so herrlich variabel!
  • So ziemlich jede Größe und Form ist möglich, von winzigen Schmuckschachteln bis z.B. großen Boxen für die Briefsammlung. Und es muss ja auch kein Quader sein! Dazu gehört dann aber schon ein bisschen geometrische Vorstellungskraft.
  • Man kann einfache Klappdeckel machen oder Schachteln mit Hals und Stülpdeckel.
  • Bei der Auswahl der Bezugsstoffe sind den Möglichkeiten keine Grenzen gesetzt, aber sie sollten möglichst nicht dehnbar sein. Man kann darüber hinaus patchworken, quilten, sticken, stenciln, weben, applizieren, mit Perlen, Satinbändern, Kordeln oder Pailetten arbeiten, (besonders bei größeren Schachteln) das ganze mit Volumenvlies füttern und und und.
  • Auch vielfältige Verschlüsse sind möglich: Perlen, Knöpfe, Bänder, Gummis, Magnete, Klett...