Sonntag, 4. Dezember 2011

Dem Trennungsschmerz entgegen


Ich habe Weihnachten immer gemocht. Die Gerüche, Plätzchen backen, brennende Kerzen, zur Ruhe kommen. Ich liebe Sterne, Rentiere, den Geruch von Kränzen aus Tannengrün. Da bin ich immer noch wie ein kleines Kind. In den letzten Jahren ist diese Besinnung leider immer dem Stress zum Opfer gefallen, obwohl ich mir immer vorgenommen habe, mich nicht stressen zu lassen. Aber ich hab meistens bis zum 23. gearbeitet, war kaum zu Hause bei meiner Familie und hab mir noch zusätzlich das Leben schwer gemacht mit schlecht geplanter weihnachtlicher Bastelarbeit, die am Ende meistens auf Nachtarbeit und Gefummel in letzter Minute hinauslief. Bah, wie ich es hasse.

Nun ist ja alles anders, zumindest meine Lebensumstände. Mein Sohn wird dieses Weihnachten noch nicht gross mitbekommen, das wird nächstes Jahr aber schon ganz anders aussehen. Und Weihnachten mit Kindern ist glaube ich noch viel schöner als so schon. Ich freu mich darauf, das alles mit unserer kleinen Familie zu erleben.

Aber natürlich steht da nicht nur mein Kind im Mittelpunkt. Wir zwei sind selbst noch grosse Kinder und so soll es auch bleiben. Mein Mann kann auch in der Adventszeit nicht die ganze Zeit bei uns sein. Nächste Woche wird es noch schlimmer als so schon, weil er die Chance auf eine wichtige Zusatzausbildung wahrnimmt und dann statt 8 nur 4 Tage hier sein wird. Aber es muss eben sein. Für die Tage, an denen er bis Weihnachten nicht zu Hause ist, habe ich ihm deshalb einen Adventskalender gebastelt. :)


16 kleine Schachteln, die ich in nächtelanger Kleinarbeit zusammengefrickelt habe, praktisch verpackt in einem kleinen Karton. Zwei A3-Blöcke Tonkarton, Schere, Leim, doppelseitiges Klebeband, Geschenkpapier und Lineal - ich find das Ergebnis wirklich schön. Gefüllt ist er mit Süsskram und so mancher sorgsam ausgewählten Kleinigkeit... Dass ich hier nichts verraten kann, dürfte klar sein, Herr H. liesst schliesslich mit. Nur die beiden Inhalte aus Paket 1 und 4 darf ich schon zeigen.


Ein kleines Windlicht, um auch weit weg von uns ein bisschen weihnachtliche Gemütlichkeit zu zaubern. Da an Bord Feuer verboten ist, sorgt ein LED-Teelicht für stimmungsvolle Beleuchtung. Normalerweise find ich solchern flackernden Kitsch ganz furchtbar (genauso wie Glühbirnen in Kerzenform), aber hier erfüllt es seinen Zweck.


Heute war ein Magnetbilderrahmen im Päckchen, mit einem Foto von denen, die Papa vermissen. :)

Ich hoffe, es macht ihm die Tage ohne uns ein bisschen erträglicher.


Kommentare:

  1. Wunderschön geworden! Da wird selbst mir als Unbeteiligte warm ums Herz :).

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  2. *seufz*...ach wenn ich dies alles so sehe, dann bin ich mir sicher, dass ihr ein wunderschönes Weihnachtsfest haben werdet... und ICH GÖNN' DIR DAS VON GANZEM HERZEN!!!

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  3. Nicht nur, dass die Geschenke, die du hergezeigt hast, total süß sind; auch der Kalender an sich kriegt die volle Punktzahl: klein und handlich (so schaut's jedenfalls aus), gut zu transportieren und zu verstauen ohne Zerkrumpelungsgefahr, schön bunt und liebevoll weihnachtlich dekoriert. And the winner is... Herr H., weil er den tollen Kalender bekommen hat. Ich wünsch euch dreien eine erträgliche Zeit ohne und ein noch viel, viel schöneres Weihnachten miteinander. Ich finds ganz große Klasse, dass ihr das gemeinsam so gut hinbekommt und wünsche euch alles Gute für den Rest des Jahres!

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