Mittwoch, 11. Dezember 2013

♥ ♥ Mrs. Hands Backstube ♥ ♥

Ich nehme heute teil am Blogger-Adventskalender von Beautiful Fairy. :) Ich habe mich für das Thema "Weihnachtsbäckerei" entschieden. Letztes Jahr habe ich ja zum ersten Mal glutenfrei gebacken und musste für so ziemlich alle Lieblingskekse neue Rezepturen finden. Dieses Jahr kommt als zusätzliche Schwierigkeit dazu, dass der bröselige, glutenfreie Teig nicht mehr mit Unmengen an Eiern zusammengehalten werden kann, da ich ja seit Juni vegan lebe. Ich muss ganz ehrlich sagen, dass das für einige Sorten Kekse besser funktioniert als für andere. Aber für die habe ich vielleicht einfach nur noch nicht das richtige Rezept gefunden. :)

Hinweis: 
Ich backe mit den schwedischen Messlöffelchen. 1 dl = 100 ml, 1 EL = 15 ml, 1 TL = 5 ml

Ich verwende hier Sojamilch, die Rezepte sollten aber auch alle mit jeder anderen Pflanzenmilch (Mandel, Reis...) funktionieren, solltet ihr gegen Soja allergisch sein.

Gebäck mit glutenfreiem Mehl altert schneller als normales Gebäck. Plätzchen & Co können also nicht auf Vorrat gebacken werden. Schon nach wenigen Tagen sind sie entweder hart oder sehr staubig, weil die Feuchtigkeit in diesen Teigen schlechter gebunden werden kann. Normale Stollen müssen erst lagern, um ihren vollen Geschmack zu entfalten, bei diesen Gebäcken hier ist es umgekehrt: Backen und schnell genießen!


Ready-made Pfefferkuchen-Schoko-Kekse

Für Plätzchenteig, den man ausrollen und ausstechen kann, habe ich einfach noch kein Rezept gefunden, das nicht auf so ominösen Zutaten wie Xantangummi basiert, die ich hier einfach nicht bekomme. Weil ich aber *unbedingt* auch richtig ausgestochene Kekse wollte, habe ich hier auf einen Fertigteig aus der Kühltruhe für glutenfreie Backwaren zurückgegriffen. Mein Teig ist von fria und zufälligerweise auch vegan. Wie das Angebot für solche speziellen Teige in Deutschland aussieht, weiß ich leider nicht. Aber auch für solche unter euch, die sich partout nicht zutrauen einen Plätzchenteig selbst anzurühren und lieber auf Fertigware aus dem Kühlregal zurückgreifen, ist dieses "Schummelrezept" einen Blick wert. Und wenn ihr einen tollen Tipp für einen Plätzchenteig zum Ausrollen habt: ich bin da sehr interessiert! :)


Pepparkakor sind hier in Schweden DER Klassiker zu Weihnachten. Den fertigen Keksteig habe ich nach Packungsanleitung ausgerollt, ausgestochen und gebacken.

Damit die Kekse aber nicht gar so langweilig bleiben, habe ich langsam 200g dunkle, geraspelte Schokolade in 0,5 dl Sojamilch aufgelöst. Nach dem Erkalten von Plätzchen und Schokomasse habe ich jeweils 2 Kekse mit einem Klecks Schokolade zusammengesetzt und die Oberseite verziert, macht gleich viel mehr her! Dazu wird die Schokomasse in eine kleine Gefriertüte gespachtelt und ein möglichst kleines Loch in eine Ecke geschnitten. So kann man nun feine Linien ziehen. Auf die gleiche Weise befülle ich auch gern Minimuffinförmchen. Kein Kleckern, keine Schweinerei.



Stollenkonfekt

Ich LIEBE Stollen! Ich trauer den ganzen Weihnachtsleckereien, die ich nun nicht mehr essen kann, gar nicht hinterher, denn nachdem so ziemlich alle Spekulatiussorten, die ich in der Hand hatte, vegan waren, hat Herr H. nun auch noch eine Sorte veganen Stollen gefunden, im normalen Supermarkt! Und mehr brauch ich an weihnachtlichem Naschkram gar nicht. :)
Nur glutenfrei ist dieser Stollen natürlich nicht. Fürs gemeinsame Adventsnaschen mit Herrn H. habe ich daher dieses Stollenkonfekt gebacken. Inspiriert von diesem Rezept.


Aus
25g Frischhefe und
1 dl lauwarmer Sojamilch
wird ein Vorteig angesetzt. Hefe in die Milch bröckeln und 20 Minuten bei Zimmerwärme gehen lassen.

1 dl Rosinen werden mit
etwas Rum
aufgekocht und etwas köcheln gelassen, bis die Rosinen weich sind.

2dl Buchweizenmehl 
1,5 dl Maisstärke
1,5 dl Maismehl
0,75 dl Zucker
1 TL Vanillezucker
1 TL Backpulver
1 Prise Salz
75g Margarine
0,5 dl Soja-Joghurt
2 TL Zitronensaft
etwas Backaroma Rum + Bittermandel
und die Hefemischung
zu einen glatten Teig rühren.


50g Orangeat+Zitronat mit
1 dl Mandelblättchen
und den weichen Rosinen vermengen und mit einem Messer etwas kleiner hacken. Das alles wird unter den Teig geknetet.


Aus diesem Teig werden nun Rollen geformt und ca. 20g schwere Stücke abgeteilt. Diese zu Kugeln formen, dicht an dicht auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech setzen und leicht andrücken. Bei 180°C im vorgeheizten Backofen ca. 20 Minuten backen. Die etwas ausgekühlten Stollenstückchen werden nun noch mit zerlassener Margarine bestrichen und mit Puderzucker bestäubt. Am besten schmecken sie frisch!


Vanillekipferl


Dieses Rezept hat mich überrascht. Es hat mich erstaunt, dass es so gut funktioniert hat. Vielleicht auch aufgrund meiner regionalen Herkunft haben Kipferl in meinem Leben bisher eine weniger große Rolle gespielt, aber da sie auch glutenfrei und vegan so wunderbar funktionieren und so herrlich mürbe sind, wird sich das jetzt ändern! Das Rezept habe ich übrigens von hier.


2dl glutenfreien Mehl-Mix
1 dl gemahlene Mandeln
80g Pflanzenmargarine
1 EL Puderzucker
1 TL Vanillearoma und
1 Prise Salz

zu einem Mürbeteig kneten und mindestens 2 Stunden im Kühlschrank kalt stellen. Danach (wer wie ich keine Kipferlbackform hat) den Teig auf gut bemehlter Arbeitsfläche zu Rollen formen, kurze Stückchen abschneiden und in die typische Kipferlform bringen. Je kleiner die Kipferln werden, umso besser, denn größere neigen dazu sehr zu zerlaufen. 
Die Plätzchen werden im vorgeheizten Ofen bei 175°C Ober- und Unterhitze gebacken. Etwa 10-15 Minuten. Nach dem Backen werden die noch heißen Kipferln in einer Mischung aus Puder- und Vanillezucker gewendet und dann am besten in einer Keksdose aufbewahrt.


Zimtsterne

Ich erinnere mich an frühere Versuche mit Zimtsternen und die waren eher ein Fiasko. Die hier klappten dagegen ganz unkompliziert. Das Rezept habe ich aus Veganessas Blog und ein wenig abgewandelt, da Herr H. allergisch auf Haselnüsse reagiert.


2 dl Puderzucker werden mit
3 dl Mandelmehl 
1 dl Kokosmehl
1 EL Zimt
1 EL Zitronensaft
1 EL abgeriebene Orangenschale (oder etwas Orangenschalenaroma) und
4 - 6 EL Wasser 
zu einem klebrigen Teig verknetet.

Der wird nun auf einer großzügig mit Puderzucker oder Mehl bestäubten Arbeitsfläche etwa 5 mm dick ausgerollt. Ganz besonders gut funktioniert für mich immer das Ausrollen zwischen 2 Lagen Klarsichtfolie. Sternchen ausstechen und auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech setzen. Die Sterne werden etwa 5 Minuten bei 250°C gebacken. Aufpassen, da sie leicht verbrennen!


Nach dem Auskühlen setze ich eine Glasur aus 2 dl Puderzucker und 4 EL Wasser an. Eventuell kann die Glasur auch mit einigen Tropfen Lebensmittelfarbe eingefärbt werden. Die Mischung wandert wieder in einen Beutel mit abgeschnittener Ecke, mit dem sich die Sterne ganz leicht, präzise und ohne Kleckern und Kleben mit der Glasur überziehen lassen. Trocknen lassen.

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