Dienstag, 22. Januar 2013

In the hanging garden please don't speak

Update von den Frau mit dem schwarzen Daumen.

Obwohl - so schwarz kann der gar nicht sein. Von den 18 Chilisamen sind bis jetzt 7 aufgegangen. 


Das Saatgut ist zwar laut Tütchen bis 2015 haltbar, ich hatte es aber schon vorletztes Jahr geöffnet und da hat es wohl an Keimvermögen verloren. Das hatte ich mir aber schon gedacht und eben ein paar mehr Samen ausgesät.

Vier der Pflänzchen sind inzwischen so groß, dass sie an meine Plastikabdeckung anstoßen und nicht mehr ungehindert weiterwachsen können. Also mussten sie heute umgepflanzt werden.



Ich sammel jetzt seit 3 Wochen sämtliche Milchkartons, Plastikflaschen und ähnliches, damit wir keine Pflanztöpfchen kaufen müssen. In den Boden Löcher mit einem Schaschlikspieß reinpieksen, fertig. Den oberen Teil der Flasche, um die Pflanze herum in die Erde gesteckt, benutze ich, um die Erde vorm Austrocknen zu schützen und gefräßige Katzen von meinen Jungpflanzen fernzuhalten.


Hier seht ihr rechts im Bild mein "Gartenbuch für Kinder", ein altes DDR-Buch, das wir auch als Kinder schon hatten. Es ist sehr einfach geschrieben, für Kinder halt, eben gerade richtig für eine unbedarfte Gärtneranfängerin wie mich, und versetzt mich zurück in wohlige Kindheitserinnerungen. An Balkongemüse führt das Buch zumindest die Tomate auf.

Noch haben wir ja nicht viel ausgesät, aber im Februar bis April wird das Gedränge auf der Fensterbank groß werden. Deswegen habe ich aus alten Brettern und etwas Paketschnur einen Hanging Garden gewerkelt. 



Das funktioniert toll und so wird dieser hier wohl nicht der letzte gewesen sein. Nur für draußen ist das nichts, dem Wind hält das schaukelnde Konstrukt nicht stand.

Noch mehr Basteln aus Abfall gefällig? Voilà - eine Schaufel aus ner Milchverpackung! 


Kommt aus diesem Blog und Ravna hat mir den Link zukommen lassen. Danke! Aus dem Rest der Verpackung schneide ich Namensschilder (s.u.).

Und zu guter Letzt: heute hat der erste Keim meiner Balkonpaprika aus der Erde gelugt! :)


Montag, 21. Januar 2013

Teppichmachergeschichten

Nachdem ich im Dezember den kleinen, runden Teppich aus Stoffstreifen gehäkelt hab, hat mich irgendwie das Teppichfieber gepackt. Ich hab mittlerweile noch zwei andere Tüten mit Stoffstreifen gekauft (Flohmarkt hurrah), die ich abends während des Fernsehens verarbeite. Die Technik benötigt kaum Einsatz von Gehirnzellen, die Hände machen das fast von selbst.
Gerry hat auch gerade so einen Teppich in Arbeit. :)

Dieses Tutorial ist wunderbar und erklärt alles Wichtige. Sehr raffiniert finde ich die Art und Weise wie die einzelnen Streifen aneinander befestigt werden, keine hässlichen Knoten in deiner Arbeit! Allerdings hat es für mich nicht funktioniert den geflochtenen Strang auf einem Stück Stoff festzunähen. Der Untergrund hat sich bei mir sehr gedehnt, verzogen und am Ende sah das Ding aus wie ne Schüssel. Also alles noch mal aufgetrennt und ohne Unterstoff nur mit breitem Zickzack zusammengenäht. Geht super!

Zuerst habe ich eine große Tagesdecke verarbeitet, die ich auf dem Sperrmüll gefunden habe. Sie war riesig, hatte aber einige kleine und größere Löcher. Mit der Farbe konnte ich am Anfang nicht so viel anfangen, aber dann schien sie mir perfekt für das Teppichprojekt.


Hier kann man sehen wie schön strukturiert der Stoff ist. Die Oberfläche ist wahnsinnig flauschig. Die Decke war 240 x 180 cm groß und ich habe insgesamt 280 m Stoffstreifen daraus gerissen. Einen Teil der Streifen habe ich in zwei Farbabstufungen mit Textilfarbresten gefärbt (*note* sollte man besser vor dem Streifenreißen machen, sonst gibt das beim Ausspülen ein zickiges Knäuel fusselnder, verknoteter Stoffstreifen).


Dann wird alles geflochten. Das dauert ne Weile bei 280 m. 
Nun gehts ans Zusammennähen. Ich habe zuerst versucht einen runden Teppich zu machen und fand den Anfang sehr schwierig. Diese extremen Rundungen habe ich nicht zufriedenstellend hinbekommen und am Ende hatte ich mal wieder ne Schüssel.


Macht aber nichts, der Mini findet sogar für den größten Teppich-Fail Verwendung: als Hut ist er immernoch brauchbar. ;)


Dann habe ich mit einer Geraden begonnen, so wird der Teppich eher oval. Und das hat gut funktioniert. 


Das superkuschlige Material hatte leider die blöde Angewohnheit sich sehr zu dehnen. Es war irre schwer immer die gleiche Spannung des Flechtstrangs beim Nähen beizubehalten. Deswegen hatte ich nach einer Weile dieses Problem hier:


Mit ein wenig heißem Wasser und Auf-dem-Boden-Trocknen ließ sich das erst mal lösen, nun ist der Teppich aber "fertig" - und sieht leider so aus:


Alles ganz schrecklich verzerrt und krumpelig. Ich hab beim besten Willen weder Nerven noch Energie dieses Projekt zum x-ten Mal aufzutrennen. Ich werds wohl noch mal mit kochendem Wasser versuchen und ansonsten bin ich mit meinem Latein am Ende. Dabei gefallen mir die Farben richtig gut und der Teppich fühlt sich soooo toll an unter den nackten Füßen. Größe ungefähr 140 x 90 cm.


Mit den neu erworbenen Stoffstreifen hab ich aber Versuch Nr. 2 gestartet (wie gesagt: ich bin infiziert!). Ein langer, ovaler Teppich soll es werden für unseren Balkon. Die beiden Tüten hab ich fast verarbeitet, der Teppich ist schon etwa 1,50 m lang, ich brauch langsam mal Nachschub. 


Und dadurch, dass der Stoff ein wenig steifer ist als der des Vorgängermodells, verziehen sich die Flechtstränge auch nicht mehr so. Bis jetzt ist der Teppich artig und eben. Weiter so! :)


Because everythings's more fun on a stick

Angesichts der Temperaturen hier zur Zeit, die sich im zweistelligen Minusbereich bewegen, verschanzt sich Herr H. mit Nachwuchs und Katze bockig auf der Couch unter der Decke und nicht mal der Wochenendflohmarktbesuch kann an seiner Geisteshaltung etwas ändern. 


Also zog ich heute allein los. Macht nicht ganz so viel Spaß, aber ansonsten kommt man ja nie dazu Bücherregale durchzukucken oder reihenweise Klamotten anzuprobieren.

Und ich hab tatsächlich wieder einige Schätze mit nach Hause gebracht (wo mein wundervolles Männlein schon mit selbstgemachten, sündig-süßen Semlor und heißem Kaffee auf mich wartete ♥ ♥ ). Wir suchen schon seit geraumer Zeit nach einem Kassettespieler für den Mini, aber das ist ja so arg retro, keine Chance. Heute gabs einen von Fisher-Price! Haben ihn allerdings noch nicht ausprobiert. Jetzt können wir auch Kinderkassetten für den Mini Second Hand kaufen und er wird sie dann bald selbst abspielen können, da ich Kassetten viel handlicher für Kinderhände finde und den Kassettenspieler sehr robust.


Des weiteren ein Dreierset Skull-Schnapsgläser.



Diese Silikonformen, um daraus eisige Schnapsgläser zu machen, find ich ja sehr cool. Das andere Ding hat mich ehrlich gesagt nur aufgrund des Satzes vorn auf der Packung überzeugt. :D


Und dann die Bücher. 4 Bücher, 3 Sprachen,  schwedisch-britisch-dänische Autoren, pure culture clash.  
"Fräulein Smillas Gespär für Schnee" hab ich vor vielen Jahren schonmal gelesen, allerdings war das Buch nur ausgeliehen. Ich fand es damals richtig toll, mal sehen wie es beim zweiten Mal ist. Zweitens: noch ein Buch von Edwardson. Jetzt habe ich Bücher der Erik-Winter-Reihe in deutsch, englisch und schwedisch. "The Beach" von Garland ist ein tolles Buch und ich habe es schon unzählige Male in deutsch gelesen, insofern freu ich auf das Werk in der Originalsprache. Und auch Herrn H. werde ich das Schätzchen jetzt ans Herz legen. Für ihn habe ich ein Buch eines seiner Lieblingsautoren mitgebracht. Ist allerdings schon etwas älter als die beiden Bücher, die ihm von dem Herrn zuletzt gefallen haben; mal sehen, ob er auch das hier mag.

Samstag, 12. Januar 2013

Lang lang ist's her

... der 31. Oktober, Halloween. Aber Fotos von meinem Halloweengewerkel hab ich immer noch nicht gezeigt.

Als Swappartner wurde mir Dito zugeteilt. Ich war völlig zufrieden damit und hatte sofort massig Ideen.

Das Hauptstück des Wichtelpakets bestand sicherlich in einer bemalten Teekanne, auf die ich besonders stolz bin. Mit Vorzeichnen ist auf glasiertem Porzellan nicht viel, also musste ich die Motive frei Hand übertragen.



Passend zum Teetrinkthema gabs eine genähte Schachtel für Teebeutelchen. Den Stoff hab ich in Kiel erstanden.



Und natürlich auch eine Packung Tee aus Schweden, Zuckerwürfel, ein bisschen Süßkram, selbstgemachte Wildapfelmarmelade und Geisterbadeschaum.


Dazu noch eine Kürbiskette


für die Schmuckgarage, die sich Dito gewünscht hatte.



Im Gegenzug bekam auch ich ein großes Halloweenpaket von Malki.
Alles verpackt in einer fortlaufenden Geschichte in mehreren kleinen Briefen.





Halloweendeko, Süßes, Schmuck, und zu guter letzt eine tolle Mütze, die der Motte mindestens ebensogut steht wie mir. :D





Ich steh auf Halloween! ^^

P.S.: Mein 300. Post!

Freitag, 11. Januar 2013

Garten auf Balkonien

Nun werd ich mich mal konkret äußern zu unserem wahnsinnigen Balkongartenprojekt.
Ich hab nicht wirklich Ahnung von Pflanzen, ich krieg auch Kakteen tot, insofernbin ich gelinde gesagt sehr gespannt, was ich da auf unseren fast 11 m² Balkon so veranstalten werde. 

Die Balkone sind einmal nach Nordnordwest und einmal nach Südsüdost ausgerichtet. Auf dem einen war es im Sommer (die paar Tage, die wir hatten) so heiß, dass man es kaum ertragen konnte (nur der Nackte hat sich natürlich gefreut), auf dem anderen gabs nur abends kurz ein bisschen direktes Sonnenlicht. Dazu ist der Sommer kurz, es gibt viel Regen und Wind. Erschwerte Bedingungen also. Ich habe ein paar Blogs gefunden von Menschen, die sich auch an dieses Projekt gewagt haben, mit unterschiedlichsten Ergebnissen. Mark lebt in London und hat letztes Jahr, wenn ich mich recht erinnere, 83 kg Gemüse von seinem Balkon und den Fensterbrettern geerntet. 83 kg! Okay, das war auch nicht sein erstes Jahr, er hat da schon praktische Erfahrungen der letzten Jahre eingebracht. Bei Ivy aus Österreich sieht es nicht ganz so üppig aus, aber wenn man sich ihre Zusammenfassung für das letzte Jahr ansieht, hab ich auch Hoffnung, dass ich zumindest nicht komplett versagen werde. Durch diesen Blog hier hab ich mich noch nicht durchgelesen, aber auf den ersten Blick sieht das ganz vielversprechend aus. 

Es gilt nun passende Pflanzen für dieses raue Klima hier zu finden. Ob die Sonne ausreicht für Erdbeeren, Tomaten und Paprika, die auf den Südbalkon kommen werden, wird sich zeigen. Ob die Lichtmenge auf dem Nordbalkon ausreicht für Salat, Kräuter und Radieschen, werde ich ebenfalls nur sagen können, wenn ich es selbst ausprobiere. Darüber hinaus plane ich Chilis, Bohnen, Erbsen, Gurken, Knoblauch, Spinat und Frühlingszwiebeln. Ich möchte viel ausprobieren dieses Jahr. Einiges wird nicht funktioniere, aber das kann man ja nur herausfinden, wenn man es selbst versucht.Wir haben ein paar Tütchen im Gartenmarkt gekauft, und gestern kam auch meine Saatgutbestellung aus Deutschland an.
Ich habe einen groben Pflanzplan ausgearbeitet, dabei erwies sich diese Seite als nützlich. Schweden ist dort zwar nicht verzeichnet, aber ich denke die Klimazone Canada 3a - Temperate - Short, warm summers triffts ganz gut.

In den letzten Flohmarktposts hab ich schon berichtet über die unterschiedlichsten Pflanzgefäße, die wir besorgt haben. Außerdem habe ich an Silvester die Chilis ausgesät. 


Die stehen jetzt am Küchenfenster und haben hoffentlich warme Füße. Eine Pflanzlampe haben wir leider noch nicht, die Pflänzchen bräuchten es nämlich richtig kuschelig, die können sich vom Wärmebedarf mit Mr. Mushroom zusammentun. ^^ Die Kresse am Schlafzimmerfenster zählt nicht, das würde sogar meine Katze hinkriegen.


Einiges für den Balkon fand sich auch im Sperrmüllraum hinterm Haus (ja, wenn man keine Kohle hat, darf man nicht allzu sensibel sein). Kisten, Eimer, Plastikboxen gibt es immer for free.



Letzte Woche habe ich einen kompletten Teppich gefunden, sofort ausgelegt und das zum Anlass genommen mal den Balkon aufzuräumen. Da lag noch Malerzeug rum... Die Motte hat mich tatkräftig unterstützt. :)


Jetzt bin ich ganz aufgeregt und will endlich anfangen!


Gestern übrigens der erste Erfolg: mein erster Chillikeim! *yeehaw* Heute Morgen hab ich einen zweiten entdeckt. Es gibt Hoffnung!